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Schottland


    

Schottland



Schottland
Landkarte
Kontinent:   Europa
Grenzländer:  
Hauptstadt:   Edinburgh
Amtssprache:   Englisch
Einwohner:   5,2 Mio
Fläche:   78.772 qkm
Währung:   Pfund Sterling
Autokennzeichen:   SCO
Telefon-Vorwahl:   +44
Zeitzone:   MEZ

Wer an Schottland denkt, hat vor allem den Schottenrock im typischen Karomuster und einen Dudelsack vor Augen. Über diesen schönen Landstrich von Großbritannien selbst, ist nur wenig bekannt. Die wundervolle Landschaft, die geschichtsträchtigen Städte und die herzlichen Menschen verdienen eingehende Betrachtung.

Schottland Flagge
Schottland vereinnahmt den nördlichen Teil Großbritanniens sowie mehrere Inselgruppen. Die ersten Siedler kamen bereits vor 10.000 Jahren in die Gegend. 100 n.Chr. wurde das Land von den Römern kurzzeitig besetzt. Der Hadrianswall stellte schließlich die Grenze des römischen Britanniens dar. Im Jahre 500 kamen die Skoten und Kelten aus Irland. Noch heute lassen sich Bräuche aus dem keltischen Erbe erkennen. Das Verhältnis zum südlich gelegenen England bestimmte über Jahrhunderte das Leben und Fühlen der Schotten. Bis 1320 lieferten sich die beiden Volksstämme erbitterte Kämpfe. In diesem Jahr erkannte der Papst die Unabhängigkeit Schottlands an. 1603 jedoch bestieg Jakob von Schottland den Englischen Thron und vereinigte damit die beiden Kronen. Bis 1707 war Schottland noch ein eigenständiges Königreich. Danach wurde es endgültig mit dem Königreich England vereinigt.

Heute ist Schottland eine beliebte Tourismusregion. Die kulturellen Unterschiede und schottischen Besonderheiten lassen viel Raum zum Entdecken und Lernen. Dudelsack, Whisky und Kilt sind sicher die bekanntesten Kulturmerkmale von Schottland. Der Dudelsack kommt ursprünglich aus Kleinasien. Heute wird er aber vor allem Schottland zugerechnet, da er dort besondere Bedeutung erlangt hat. Der Whisky ist irischen Ursprunges, darauf beharren die Iren bis heute. Dennoch ist die Qualität der schottischen Whiskys weltberühmt. Er ist auch tatsächlich ein wichtiges Exportgut für das sonst vor allem vom Erdölhandel abhängige Land.

Die schottische Küche ist darüber hinaus für zweifelhafte Spezialitäten wie Shortbread, ein Butter- oder Spritzgebäck, Haggis, das ist verschiedenes Fleisch im Schafsmagen, und Kidney pie bekannt. Für kontinentaleuropäische Zungen ist es meist mehr als gewöhnungsbedürftig, aber das ist in Großbritannien ja keine Seltenheit. Männerröcke wie der Kilt waren schon in steinzeitlichen Epochen bekannt. Darum ist es umstritten, ob er in der heutigen Form tatsächlich in Schottland entwickelt wurde.

Weiterhin bekannt sind die Clans, das Familiensystem, das heute noch vor allem in den Highlands besteht. Ein Clan ist eine Familiengemeinschaft, die ursprünglich ein bestimmtes geographisches Gebiet bewohnte und verteidigte. Heute werden die noch bestehenden Traditionen mit Liebe und historischem Stolz gepflegt, haben jedoch keine politische Bedeutung mehr. Die Farben und Symbole ihres Clans tragen viele Schotten dennoch gern. Von den Touristen geschätzt sind die damit in Verbindung stehenden Hochlandspiele (Highland Games), die jedes Jahr in vielen Orten stattfinden. Dort werden lustige Wettbewerbe wie Baumstammwerfen ausgeübt.

Schottland Küste mit Schloss
Anlaufstelle vieler Besucher sind in erster Linie die Städte. Die Hauptstadt Edinburgh an der schottischen Ostküste ist bekannt für das Schloss Edinburgh Castle und beherbergt die National Galleries of Scotland. Empfehlenswert sind die Royal Mile und der Holyrood Palace. Die größte Stadt mit 600 000 Einwohnern ist Glasgow. Die Stadt mit Wurzeln aus der römischen Besiedlungsphase, ist heute Standort dreier Universitäten, zahlreicher Kirchen und historischer Plätze. Glasgow war darüber hinaus schon Europäische Kultur- und Europäische Sporthauptstadt. Die modernen Bauwerke der letzen Jahre erhielten zahllose Architekturpreise. Weitere bekannte Städte sind Aberdeen und Dundee.

Aber auch die traumhaften Highlands sollten auf dem Programm stehen. Das schottische Hochland beeindruckt durch die wenige Besiedlung, die karge Gebirgslandschaft und die hundert Seen, die zwischen Gebirgszügen eingebettet liegen. Einer davon, Loch Ness, hat Schriftsteller und Filmemacher inspiriert und schon manchem Besucher eine Gänsehaut über den Rücken gejagt.

Bei seinen Touren durch die Landschaft sollte man jedoch immer einen Regenschirm einpacken, denn das Klima ist kühl und sehr feucht. Der Golfstrom sorgt zwar, besonders an der Westküste, für mildere Temperaturen als in vergleichbaren Breitengraden wie zum Beispiel in Norwegen. Gleichzeitig bringt er aber auch viel Feuchtigkeit mit sich, die sich mit schöner Beharrlichkeit über Schottland abregnet. Genauso schnell kann es aber auch wieder sonnig und warm sein. In Schottland lernt man eben Gelassenheit und Geduld. Nicht nur in Bezug auf das Wetter. Diese Sprichwort gilt in Schottland für alle Lebensbereiche: If you don't like the weather, wait a minute (Wenn Du das Wetter nicht magst, warte eine Minute)




 





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