Weltatlas.info
Weltatlas.info - Home Montag, 26.06.2017

 
Nordirland


    

Nordirland



Landkarte
Kontinent:   Europa
Grenzländer:  
Hauptstadt:   Belfast
Amtssprache:   Englisch, Irisch
Einwohner:   1,72 Mio.
Fläche:   13.843 qkm
Währung:   GBP
Autokennzeichen:   GB
Telefon-Vorwahl:   +44
Zeitzone:   MEZ -1

Flagge Nordirland
Nordirland liegt in Nordwesteuropa auf der irischen Insel und hat eine Fläche von etwa 14.000 km². An der Nordküste des Landes liegt die Insel Rathlin, die ebenfalls zum Staatsgebiet zählt. Seit Oktober 2002 gehört Nordirland wieder zum Vereinigten Königreich Großbritannien und Nordirland, nachdem seine Autonomie ausgesetzt wurde. Es wird daher direkt von London aus regiert. Lange Zeit wurde das Land leider immer wieder mit Negativschlagzeilen in der Presse erwähnt. Wiederholte gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen den Katholiken und den Protestanten wurden zum Sinnbild für Mord, Terror, Zerstörung und Hass.

In Nordirland leben ca. 1,7 Millionen Menschen, davon etwa 280.000 in der Hauptstadt Belfast. Es handelt sich bei den Einwohnern zum Teil um gälische Iren, aber auch um die Nachfahren von englischen und schottischen Einwanderern während der Zeit des späten Mittelalters. Größter Brennpunkt in diesem Land sind die Religionszugehörigkeiten. Etwa 50% der Bevölkerung sind protestantisch orientiert, ca. 43% bekennen sich zum katholischen Glauben. Diese beiden Religionen bekämpfen sich ständig. Während englisch die offizielle Sprache ist, sind auch noch irisches Gälisch und Ulster Schottisch weit verbreitet.

Nordirland’s Landschaft ist von drei Bergzügen durchzogen. Die Sperrin Mountains, die Antrim Hills und die Mourne Mountains bilden zusammen mit den Moorlandschaften und dem Seengebiet von Fermanagh eine romantische Kulisse. Die höchste Erhebung ist der Slieve Donard (Mourne Mountains) mit einer Höhe von 852 m. Zur Landschaft gehören außerdem viele kleine und größere Seen. Der größte ist der Lough Neagh. Er hat eine Fläche von ca. 147 km². In Irland ist ganzjährig ein ziemlich mildes Klima anzutreffen. Es ist mit häufigen Niederschlägen zu rechnen. Wer hauptsächlich zu Fuß das Land erkunden möchte, sollte auf jeden Fall eine wasserdichte Regenjacke einpacken. Für Badeurlauber kommt daher in erster Linie nur der Sommer in Frage, Kulturreisende können sich mit dem Wetter mit Sicherheit auch im Frühjahr oder Herbst anfreunden.

Nordirland hat auch sehr viele wunderschöne Sehenswürdigkeiten zu bieten. Die Hauptstadt Belfast sollte man unbedingt einmal besucht haben. Ein Großteil der Innenstadt ist zerstört, weil sie in der Vergangenheit Ziel vieler Bombenanschläge war. Im Westen ist noch immer die so genannte Peace Line erkennbar. Sie trennt die katholischen und die protestantischen Wohngebiete. Das Belfast Castle ist auf dem Cave Hill gelegen. Es wurde über einer normannischen Burg aus dem 12. Jahrhundert erbaut. Auch einen Besuch wert ist das „Ulster Folk and Transport Museum“, das in der Nähe von Belfast liegt. Hier können Nachbauten von Ulster-Gebäuden und Funde des im 16. Jahrhundert gesunkenen Schiffs „Girona“ aus Spanien besichtigt werden.

Auch die Stadt Fermanagh hat einiges zu bieten. Im Florence Court Forrest Park steht ein Schloss, das im 18. Jahrhundert den Sitz der Earls of Enniskillen bildete. Heute kann man dort eine gigantische Fossiliensammlung bestaunen. Weitere Sehenswürdigkeiten sind hier das Schloss von Enniskillen, das ein Grafschaftsmuseum von Fermanagh beherbergt, und die frühchristlichen und heidnischen Monumente auf den Inseln des Lough Erne in Fermanagh.

Nordirland verfügt über eine breite Palette an verschiedenen Kathedralen. Wirklich sehenswert ist die Kathedrale in Downpatrick, wo man wundervolle Heiligen- und Altarschreine besichtigen kann. In einer Kirchenruine auf White Islands, die aus dem 12. Jahrhundert stammt, sind sieben große frühchristliche Steinfiguren zu sehen, die als Sheila-na-Gig bekannt sind. Auch einige Naturschönheiten sind zu betrachten. Weite Täler, romantische Landschaftsparks, helle Wälder, verschlungene Wanderwege und verwachsene Berge laden zum Träumen ein.

Die irische Küche entspricht in vielen Zügen der englischen. Zum Frühstück gibt es oft Porridge (eine Art Brei aus Haferflocken), gebratenen Schinkenspeck, Spiegel- oder Rührei, kleine Würstchen und dazu Toast. Für Hauptgerichte wird oft Lammfleisch verwendet mit dem typisch englischen Gewürz Minze. Auch an Getränken hat Nordirland allerlei Bekanntes zu bieten: das allseits beliebte Guinessbier (Dunkelbier) oder der hervorragende irische Whiskey. Zur „tea time“ wird vor allem schwarzer Tee mit Milch getrunken.




 





Landkarten & Länder Infos: Europa | Amerika | Westasien | Südost-Asien | Afrika | Australien & Ozeanien

Urlaub: Hotel-Suche | News

Credits | Impressum

(c) 2006-2015 Weltatlas.info