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Neue OZ: Kommentar zu Konflikte / Nahost / USA

Osnabrück (ots) - Da ist noch die Hamas

Es geht los - mal wieder. Die USA, Russland, UNO und EU wagen in Washington einen neuen Anlauf zu Frieden im Nahen Osten. Die Zeit läuft: Heute in einem Jahr sollen Israelis und Palästinenser eine reelle Perspektive für ein gewaltloses Zusammenleben besitzen. Wie kompliziert, ja höchst unwahrscheinlich dieses Unterfangen ist, beweist der perfide terminierte Hamas-Anschlag auf vier Siedler im Westjordanland - am Vorabend der Verhandlungen des Nahost-Quartetts.

Kein Wunder, dass die im Gazastreifen regierenden Islamisten in der US-Hauptstadt weder erwünscht noch gefragt sind. Doch das ist ein verhängnisvoller Fehler. So schmerzhaft und prinzipienverletzend es sein mag: Werden die Radikalen nicht in den Friedensprozess einbezogen, hören Anschläge und Racheakte nie auf.

Selbst wenn sich Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Palästinenserpräsident Mahmud Abbas kompromissbereit zeigen, ist noch gar nichts gewonnen. Jenseits der unentbehrlichen Diplomatie mit bilateralen Gesprächen, ausgiebigen Abendessen und wohlwollenden Gesten wartet die Hamas auf Gehör. Es geht letztlich um weit mehr als die Teilung Jerusalems, die Zwei-Staaten-Lösung, den israelischen Siedlungsbau und die Rückkehr von palästinensischen Flüchtlingen. In Washington wird allenfalls eine Weiche gestellt.

Originaltext: Neue Osnabrücker Zeitung Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/58964 Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_58964.rss2

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