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Sehenswürdigkeiten in Montenegro |
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Die wahrscheinlich größte Attraktion in Montenegro ist die Adriaküste, an der sich bisher der Massentourismus ähnlich wie im benachbarten Kroatien entwickeln konnte. Das Binnenland ist vor allem für Besucher interessant, die Natur und Beschaulichkeit suchen.
Die Hauptstadt Podgorica (bis zum Zerfall Jugoslawiens hieß sie Titograd) dient den meisten Reisenden als Verkehrszentrum. Es sind keine herausragenden Sehenswürdigkeiten vorhanden. Von besonderem Interesse ist ein 30 km nördlich von Podgorica liegendes Kloster, das in etwa 900 Meter Höhe in einer riesigen Felsnische „klebt“. Das 1665 erbaute Kloster zieht viele Pilger an.
Der nördlichste größere Ferienort an der Adriaküste ist Herceg-Novi, nicht weit von der Grenze zu Kroatien. Reizvoll ist hier die von Bergen geschützte Topla-Bucht mit einer venezianischen Festung am Hafen. Sehenswert ist der Marktplatz mit Brunnen und Uhrturm. Zwischen Herceg-Novi und dem Kurort Igalo liegt das Örtchen Topla, das durch den Schriftsteller Ivo Andrics bekannt geworden ist. Sein Heimathaus ist heute ein Restaurant.
In etwa 10 km Entfernung von der Grenze zu Bosnien-Herzegowina und Kroatien am Eingang der Bucht von Kotor liegt der Kurort Igalo. Das ruhige Kurstädtchen hat einen Sandstrand und empfiehlt sich für Heilbäder (radioaktiver Meerschlamm). Auf der Promenade kann man bummeln.
An der Südseite der Bucht liegt die Stadt Kotor, deren Altstadt von Festungsmauern umgeben ist. Ein Bummel durch die Gässchen der autofreien Altstadt lohnt sich. Auch den Markt sollte man nicht versäumen. Im Hintergrund von Kotor ziehen sich senkrecht Felswände empor. Nicht weit von Kotor liegt das unter Denkmalschutz stehende Städtchen Perast. Ein Rundgang durch das seltsame Städtchen mit seinen Ruinen und Barockpalästen ist empfehlenswert. Abseits der Küstenstraße liegt der ruhige Urlaubsort Petrovac mit braunem Kieselstrand und Sandstrand. Bummeln kann man gut an der Uferpromeade und am Hafen.
Von Herceg-Novi weiter an der Adriaküste entlang gelangt man nach Tivat, einem kleinen Städtchen mit Kriegshafen. Tivat hat einen kleinen Flughafen und nimmt daher als Verkehrsdrehscheibe an Bedeutung zu. Die Badestrände bestehen hier aus Beton und Kiesstreifen. Auf der kleinen vorgelagerten Insel Otok kann man ein Kloster besichtigen.
Weiter südöstlich an der Adria liegt der quirlige Ferienort Budva. Die reizvolle Altstadt liegt auf einer Landzunge, südlich davon dehnen sich die von Hotelanlagen gesäumten Strände aus. Entlang der Sandstrände findet man zahlreiche Cafés und Fischrestaurants. Budva ist von einer Stadtmauer mit kleinen Wachhäuschen umgeben, auf der man die Altstadt fast einmal umgehen kann.
Rund 10 km südlich von Budva liegt der Ferienort Sveti Stefan. Der kleine Ort liegt auf einer Insel und war ursprünglich ein Fischerdorf. Die Insel ist durch einen Damm mit dem Festland verbunden. Alle Häuser auf dem Inselchen dienen ausschließlich touristischen Zwecken. In den liebevoll restaurierten Häusern kann man Zimmer oder Wohnungen mieten. Die Hotelstadt gehört zur gehobenen Kategorie, für eine Besichtigung wird Eintritt verlangt.
Das Städtchen Bar hat ein eher unschönes Stadtbild und einen auf die grüne Wiese betonierten Hafen, in der Nähe liegen aber einige schöne Strände. Die schönsten Strände findet man in der Sandbucht Canj. Das alte Bar (Stari Bar) ist eine Ruinenstadt auf einem Hügel. Ein Ausflug in die gespenstische Verlassenheit lohnt sich. In der Nähe von Sutomore kann man Festungsruinen an beiden Seiten der Küstenstraße und die Ruine des Klosters Ratac besichtigen.
Das südlichste Städtchen an der Adriaküste von Montenegro ist Ulcinj. Die gesamte Altstadt kann man nur zu Fuß erkunden; ein Rundgang lohnt sich. Die Altstadt wurde bei dem Erdbeben von 1979 fast völlig zerstört, aber originalgetreu wieder aufgebaut. Besonders ineressante Bauwerke sind das Schloss Balsica und der venezianische Palast, die beide in Hotels umfunktioniert wurden. Neben dem Nordtor kann man das Stadtmuseum besichtigen.
Im Hinterland in Montenegro bieten sich dem beschaulichen Touristen herrliche Landschaften. Von der Bucht von Kotor führt eine Serpentinenstraße nach Cetinje, einer verschlafenen Kleinstadt auf einer grünen Hochebene. In der Nähe liegt ein Kloster mit viereckigem Turm. Etwa 20 km von der Stadt entfernt erreicht man den Gipfel der Bergkette, der einen einzigartigen Rundblick bietet.
Das Durmitor-Gebirge mit dem 2.520 m hohen Bobotov Kuk ist größtenteils Nationalpark. Hier liegen mehrere Seen inmitten dichterWälder. Die Gegend ist herrlich für Bergsteiger und Wanderer. Die Wälder sind reich an Wildschweinen, Hirschen und Füchsen; es soll auch noch Bären geben. In Zabljak kann man Lizenzen zum Angeln und Jagen erwerben oder eine organisierte Tour buchen.
Etwa in der Mitte des Skutari-Sees verläuft die Grenze zwischen Montenegro und Albanien. Am See liegen noch teilweise unberührte, einsame Ufer, deren Pflanzengestrüpp viele Vögel beheimaten. Der Pegelstand des Sees schwankt sehr stark. Nach der Schneeschmelze steigt der Wasserspiegel oft bis zu 3 Meter an. Der See ist sehr fischreich und ideal für Angler. Am See liegen nur einige kleine Ortschaften. |
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