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Jerash, eine der besterhaltenen antiken römischen Städte

  
Hadriansbogen Jerash Jordanien
Hadriansbogen in Jerash (c) Fremdenverkehrsamt Jordanien
Für Liebhaber römischer Bauten ist Jerash (Gerasa) eine wahre Fundgrube, denn in dieser Zeit erlebte die Stadt ihre Blütezeit – sie gilt daher als eine der besterhaltenen römischen Provinzstädte der Welt. Die prachtvolle und gut durchdachte Provinzstadt hatte gepflasterte Straßen und Kolonnaden, auf Hügeln thronende Tempel, hübsche Theater, weitläufige öffentliche Foren und Plätze, Bäder, Brunnen sowie Stadtmauern, die mit Türmen und Toren gespickt waren. Zu den Höhepunkten und Sehenswürdigkeiten von Jerash gehört etwa der reich geschmückte Hadriansbogen gleich beim Hippodrom. Diese 245 Meter lange und 52 Meter breite Arena fasste bis zu 15.000 Zuschauer für Wagenrennen und andere Sportereignisse. Man gelangt dann zum ovalen Forum, dem wohl beeindruckendsten Monument von Jerash. Der 90 x 80 Meter große Platz ist von einem breiten Gehsteig und einer Kolonnade mit gut erhaltenen ionischen Säulen aus dem ersten Jahrhundert n. Chr. umgeben. Von dort beginnt der Cardo Maximus, die noch mit den ursprünglichen Steinen gepflasterte Hauptstraße auf der man sogar noch die Rillen der Pferdegespanne sieht. Unter der gesamten Länge von 800 Metern verlief ein unterirdisches Abwassersystem. Über gleichmäßig verteilte Löcher an den Seiten der Straße konnte das Regenwasser in die Kanalisation abfließen.

Jerash Nordtheater
Nordtheater Jerash (c) Fremdenverkehrsamt Jordanien
Damit nicht genug: Oberhalb der Cardo Maximus befindet sich auf der linken Seite das mit vielen Reliefs verzierte Portal des römischen Dionysostempels aus dem zweiten Jahrhundert. Im vierten Jahrhundert wurde mit dem Baumaterial des Dionysostempels eine byzantinische Kirche errichtet, die heute „Kathedrale“ genannt wird. Gleich daneben ist eine aufwändig ornamentierte und gut erhaltene Brunnenanlage, die im Jahre 191 n. Chr. errichtet und den Nymphen geweiht wurde. Solche Anlagen waren in römischen Städten häufig anzutreffen und boten einen erfrischenden, zentralen Treffpunkt für die Stadtbewohner. Das Wasser floss hier aus sieben steinernen Löwenköpfen in kleine Becken bis auf den Gehsteig hinab und von dort über Abflüsse in die unterirdische Kanalisation.

Schließlich gibt es in Jerash noch zwei Theater, die beide auch heute noch für Veranstaltungen und Aufführungen genutzt werden. Das Südtheater ist mit Plätzen für 3.000 Zuschauer doppelt so groß wie der nördliche Bau. Wegen der bemerkenswerten Akustik des Südtheaters ist eine Person, die in der Mitte des Orchestergrabens spricht, im gesamten Auditorium zu hören, ohne dass sie ihre Stimme erheben muss. Manche Plätze konnten reserviert werden und waren durch griechische Buchstaben gekennzeichnet, die heute noch zu sehen sind.



 





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