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Wirtschaft von Europa

Lange Zeit galt Europa als führend in der Wirtschaft. Durch industrielle Revolution und moderne Wissenschaft war der Kontinent den anderen Kontinenten überlegen, was beispielsweise die Technologie betraf. Bis zum 19. Jahrhundert besaß Europa eine Führungsrolle in der Welt. Die industrielle Revolution hatte in England ihren Ausgangspunkt und verbreitete sich von dort aus in der gesamten Welt. Komplexe Maschinen hielten auch in der Landwirtschaft Einzug und waren für eine Steigerung der Produktion verantwortlich. In der Mitte des 20. Jahrhunderts wurden dann beispielsweise EU oder Europäische Freihandelszone eingerichtet, die für einen erneuten Wachstumsschub verantwortlich waren.

Damit wurde vor allem die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen den Ländern verbessert, außerdem konnte die Bevölkerung besser versorgt werden. Die landwirtschaftlichen Flächen sind in Europa stark rückläufig, dennoch ist der primäre Sektor hoch entwickelt. Die einzelnen Regionen haben sich auf verschiedene Produkte spezialisiert. So werden beispielsweise in Russland vor allem verschiedene Getreidesorten angebaut. Weizen, Zitrusfrüchte und Oliven werden besonders im Mittelmeerraum angebaut. In trockenen Regionen wird die künstliche Bewässerung in der Landwirtschaft eingesetzt. Im Süden von Europa ist die Landwirtschaft weiter verbreitet, als dies im Norden der Fall ist. Im Westen des Kontinents geht es hauptsächlich um Fleisch- und Milchviehproduktion. Im Osten ist es der Ackerbau, der bis zu 60 Prozent der landwirtschaftlichen Produktion ausmacht. Die größte Bedeutung kommt Europa als Erzeuger von Hülsenfrüchten, Getreide, Zuckerrüben und Kartoffeln zu. Schweine, Schafe und Ziegen sowie Geflügel werden neben Rindern in großer Zahl gezüchtet.

Seit dem Ende des 20. Jahrhunderts ist Europa in der Lage, seinen Bedarf an landwirtschaftlichen Produkten komplett selbst zu decken, was vor allem auf die hoch entwickelten Geräte und Arbeitsweisen zurückzuführen ist. Große Teile der Produkte können in andere Länder exportiert werden, wodurch dem primären Sektor in der Wirtschaft immer noch eine große Bedeutung zukommt. Da der Bedarf an den so genannten Bioprodukten aufgrund veränderter Lebenseinstellung der Menschen aber steigt, sind die landwirtschaftlichen Nutzflächen inzwischen nicht mehr ausreichend, was zu einem verstärkten Import aus anderen Ländern und Kontinenten führt.

Die europäische Forstwirtschaft hat ihr Hauptgebiet vor allem in den nördlichen Teilen des Kontinents. Holzschliff und Bauhölzer kommen hauptsächlich aus Schweden, Norwegen, Russland und Finnland. Spanien und Portugal sind besonders bei der Produktion von Kork, das aus der Korkeiche gewonnen wird, bedeutsam. Insgesamt besteht in Europa aber das große Problem des Waldsterbens aufgrund von Umweltschäden, das immer noch nicht gelöst werden konnte. Es werden aber umfangreiche Maßnahmen zur Wiederaufforstung betrieben.

Die Fischerei wird in allen Ländern des Kontinents betrieben, die über einen Küstenabschnitt verfügen. Vor allem für die nördlichen Länder, wie Dänemark und Norwegen, ist die Fischerei eine der Haupteinnahmequellen. Spanien, Großbritannien, Russland und Polen sind aber ebenfalls Nationen, die den Fischfang in großem Umfang betreiben. Hering, Schellfisch, Lachs, Thunfisch, Forelle, Stör und Sardine sind die Fischarten, die am meisten gefangen werden.

Die Bodenschätze in Europa sind ein Grund für die Bevölkerungsverteilung. So, wie der Abbau von Rohstoffen erfolgt, beziehungsweise in welchem Umfang er erfolgt, haben sich die Menschen in den entsprechenden Regionen angesiedelt. Viele Lager sind aber inzwischen durch umfangreichen Abbau erschöpft, beispielsweise Zinn, Kupfer oder Gold. Hier sind außereuropäische Staaten führend. Hingegen sind die Steinkohlevorräte beispielsweise in Großbritannien oder Frankreich noch sehr umfangreich, was auch in Deutschland, der Ukraine und in Polen der Fall ist.

Im Norden von Schweden, in der Ukraine und in Lothringen in Frankreich gibt es große Eisenerzvorkommen. Erdöl und Erdgas werden vor allem in der Nordsee und in Russland gefördert. Anrechte auf die Vorkommen haben (in der Nordsee) mehrere Länder, darunter Großbritannien, Deutschland, Niederlande oder Norwegen. Außerdem werden in Europa Mangan, Blei, Bauxit, Gips, Kalium oder Salz abgebaut.

Die industrielle Revolution war verantwortlich dafür, dass sich die Menschen überwiegend dem sekundären Sektor zuwandten. Europa zählt immer noch zu den führenden Industrieregionen der Welt, was vor allem durch das reiche Vorkommen bedingt ist. Große Industriegebiete entwickelten sich am Nordrand der Mittelgebirge im 19. Jahrhundert. Deutschland, Frankreich und Großbritannien gehören immer noch zu den bedeutendsten Industriegebieten, außerdem das Gebiet des Urals, die Ukraine und Russland. Die industriell gefertigten Güter sind vor allem rohstoffgebunden. So werden neben anderen Gütern besonders Textilien, Fahrzeuge, Erzeugnisse aus Stahl und Eisen sowie Metalle hergestellt. Im Bereich der Textilien muss man aber auch sagen, dass der Trend dahin geht, die Produktion in so genannte Billiglohnländer auszulagern. Der sekundäre Sektor hat aufgrund eines Wandels einige Einbußen zugunsten des tertiären Sektors hinnehmen müssen. So wird in vielen Ländern von Europa verstärkt auf das Wachstum der Tourismusbranche gesetzt.

Insgesamt verbraucht Europa weitaus mehr Energie, als es selbst produzieren kann. Erdöl und Erdgas werden daher importiert, vor allem aus Süd- und Mittelamerika, sowie aus Ländern des Nahen Ostens. Die Länder im Norden von Europa, aber auch Spanien, Italien, Österreich und die Schweiz verfügen über zahlreiche Wasserkraftwerke, die für die Stromproduktion sehr wichtig sind. Für viele Länder spielt die Gewinnung der Energie aus Atomkraft eine große Rolle. In Irland hingegen ist Torf sehr wichtig, er wird hier für die Energiegewinnung und als Brennstoff genutzt.

Der Verkehr ist in Europa sehr gut entwickelt, vor allem im westlichen und zentralen Teil des Kontinents. Nicht ganz so gut sind die Verbindungen für den Transport in Südeuropa, Teilen von Skandinavien und Gebieten der ehemaligen UDSSR. Lastwagen machen einen beträchtlichen Teil der Beförderungsmöglichkeiten für Güter aus. Der Transport mit Schiffen spielt aber eine ebenso große Rolle. Griechenland, Italien, Frankreich oder Norwegen haben große Flotten, die für den Handel genutzt werden. Einer der wichtigsten Seehäfen ist Rotterdam. Hamburg, London, Antwerpen oder Göteborg sind nur einige Beispiele für wichtige Häfen in Europa. Doch auch im Landesinneren erfolgt ein großer Teil der Transporte auf dem Wasserweg.

Fast alle Länder in Europa verfügen über internationale Fluggesellschaften. Einige davon, wie KLM, AIR France oder British Airways sind bedeutende Transportunternehmen. In vielen Ländern sind die Transportunternehmen noch verstaatlicht.

Die Länder in Europa haben fast alle sehr gute Außenhandelsbeziehungen. Der größte Teil dieser Beziehungen findet innerhalb des Kontinents (siehe Europäische Union) statt. Aber auch andere Kontinente sind wichtige Partner. Deutschland, Italien, Frankreich, Großbritannien und die Niederlande zählen zu den größten Handelsnationen weltweit. Die Einfuhr von Rohstoffen und die Ausfuhr von produzierten Gütern machen den Großteil des Handels aus.





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