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Geschichte von Europa

Bis in die Zeit der Antike und teilweise bis in das Mittelalter hinein war Europa relativ wenig entwickelt, wenn man es mit den so genannten Hochkulturen in Ägypten oder dem Orient vergleicht. Insgesamt ist die Geschichte des Kontinents durch eine Fülle von Einflüssen ethnischer und zivilisatorischer Natur geprägt worden. Wanderungen von Völkern und Stämmen haben ebenso zur Entwicklung von Europa beigetragen, wie friedliche Begegnungen und kriegerische Auseinandersetzungen.

Vor rund 800.000 Jahren soll die Besiedlung des Kontinents begonnen haben. Anfangs war Europa vor allem von Neandertaler und Homo heidelbergensis besiedelt, erst später wanderte der Homo sapiens ein. Vor rund 35.000 bis 30.000 Jahren dann kamen die ersten modernen Menschen aus Osten und Südosten eingewandert. Bronzezeit und Jungsteinzeit waren dann die Zeiträume, in denen die ersten kulturellen Errungenschaften entstanden, was zuerst vom Mittelmeerraum ausging.

Griechen, Römer und das Christentum hinterließen Spuren in Europa, die auch heute noch erkennbar sind. In der Antike entstand das Römische Reich, das die Länder im Süden von Europa mit denen des Mittelmeerraumes zusammenfasste. Hier verbreitete sich rasch das Christentum, das unter Kaiser Theodosius I. zur Staatsreligion erhoben wurde. Als mit dem Ende der Antike das Römische Reich im Westen zusammenbrach, bestand es im Osten noch als Byzantinisches Reich fort, was vor allem griechisch geprägt war. Dies dauerte bis etwa 1453.

Im Mittelalter wurde Europa in einen westlichen und einen östlichen Teil geteilt, was vor allem auf die bestehende Konkurrenz zwischen dem römischen Kaiser, der im Westen herrschte, und dem byzantinischen Kaiser aus Konstantinopel zurückging. Im Spätmittelalter wurde durch den Einfluss der Missionare dann das gesamte Europa, also auch der Norden und Osten, christlich. Der kulturelle Aufschwung kam durch das Wiederentdecken der Antike in der Zeit der Renaissance und ging vom lateinischen Westen aus. Im 16. Jahrhundert, in der Zeit der Reformation, erfolgte dann eine Spaltung der Kirche. Es entstand eine evangelische und eine katholische Kirche. Bereits im Jahr 1054 hatte sich die orthodoxe Kirche abgespalten. Durch die Reformation kam es zu den so genannten Religionskriegen. Große Teile von Mitteleuropa wurden auch in dem Dreißigjährigen Krieg verwüstet, der von 1618 bis 1648 dauerte.

Das 15. Jahrhundert stand ganz im Zeichen des Aufbaus kolonialer Imperien auf anderen Kontinenten. Vor allem Spanien, Frankreich, Portugal, die Niederlande, Russland und das Vereinigte Königreich waren hier führend und besaßen rasch große Besitztümer. Durch Missionierung durch Christen, Sklavenhandel, Warenhandel und den Aufbau der Kolonien beeinflusste Europa die restliche Welt wie kein anderer Kontinent.

Im 18. Jahrhundert kam es zur Zeit der Aufklärung, in der Toleranz und die Achtung der Menschenwürde besonders in den Vordergrund traten. Der Ruf nach Freiheit und Gleichheit wurde laut. 1789 kam es in Frankreich zur Revolution, durch die dann auch das Bürgertum an die Macht kam. Im frühen 19. Jahrhundert, direkt nach der Revolution, kam Napoleon an die Macht, nach dessen Willen sich nun große Teile von Europa zu richten hatten. Dem wurde erst in Russland ein Ende gesetzt und zwar im Jahr 1812.

Die Siegermächte waren konservativ eingestellt und versuchten nun, die Verhältnisse wieder herzustellen, die vor der Revolution geherrscht hatten. Der Wiener Kongress hatte das Ziel, dies durchzusetzen. Er bestand aus Vertretern von rund 200 Staaten, Herrschaften und Städten, die sich vor allem um Staatenbildung und Ziehung der Grenzen nach der Niederlage von Napoleon kümmern sollten. Die Wiederherstellung der Vorkriegszustände gelang allerdings nur vorübergehend.

Der Alltag breiter Bevölkerungsschichten wurde nun wieder stark verändert, als im 18. Jahrhundert die Industrialisierung in Teilen von Europa Einzug hielt. Sie ging von England aus und erreichte in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts das übrige Europa. Damit vollzog sich der Wandel fort vom primären Sektor, der Landwirtschaft und damit dem Selbstversorgertum, hin zum sekundären Sektor, der Produktion und Fremdversorgung.

Viele der Arbeiter verarmten, was auch der Grund dafür war, dass sich im 19. Jahrhundert in Europa die kommunistische Bewegung bildete. Auch demokratische Ideen und Systeme wurde in dieser Zeit stark verbreitet, was das Europa des 19. Jahrhunderts prägte. Außerdem wurde die Entwicklung der einzelnen Länder und des Kontinents im Allgemeinen durch die Reaktionen der Konservativen und dem entstehenden Imperialismus der großen Mächte beeinflusst.

Im Jahr 1914 brach der Erste Weltkrieg aus, der bis 1918 dauerte. Nachdem Hitler im Jahr 1933 an die Macht kam und sich der Nationalsozialismus rasch verbreitete, folgte dem Ersten Weltkrieg der Zweite Weltkrieg in den Jahren 1939 bis 1945. Beide Kriege waren Europa in seiner Entwicklung stark zurück und richteten große Verwüstungen an. Im Zweiten Weltkrieg verloren rund 60 Millionen Menschen ihr Leben, davon rund sechs Millionen Juden. Die Nationalsozialisten versuchten in der Zeit ihrer Herrschaft die Juden, aber auch Zigeuner und Homosexuelle auszurotten und brachten sie in Massen in den Konzentrationslagern um.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges und in der Zeit des so genannten Kalten Krieges war Europa in zwei Blöcke geteilt, die sich in politischen und ökonomischen Dingen stark voneinander unterschieden. Es gab den sozialistischen Block im Osten und den kapitalistischen im Westen von Europa. Hier kam auch der Begriff des Eisernen Vorhangs auf, der den Kontinent spaltete und voneinander abgrenzte. Mitte der achtziger Jahre kam es in der damaligen Sowjetunion zu einem Kurswechsel in der Politik. Das Jahr 1989 brachte vor allem für Deutschland eine starke Änderung, als die Mauer in Berlin fiel und die Grenzen zwischen den beiden deutschen Staaten geöffnet wurden. In der Zeit löste sich auch die Sowjetunion auf, ebenfalls wurde der Warschauer Pakt, der als Gegenspieler der NATO galt, aufgelöst.

In den letzten Jahren des 20. Jahrhunderts bis hinein in die jetzige Zeit erfährt Europa ein politisches, wirtschaftliches und gesellschaftliches Zusammenwachsen (siehe Wirtschaft von Europa). Das wird beispielsweise an der Bildung der Europäischen Union deutlich, der immer noch Länder beitreten. Durch diese wird vor allem das wirtschaftliche Wachstum gefördert. Ein Zusammenwachsen der Länder in Europa ist auch an der Einführung einer gemeinsamen Währung der Länder der EU erkennbar. Der Euro hat sich seit seiner Einführung 2002 zu einem starken Zahlungsmittel entwickelt, er ist inzwischen wesentlich stärker und höher im Wert als der Dollar, der bis dahin immer als das Zahlungsmittel Nummer Eins in der Welt galt.





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