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Geschichte von England |
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Mit das bekannteste Relikt aus der englischen vorrömischen Zeit ist weltbekannt, obwohl es ein eher untypischer Vertreter aus der Bronzezeit ist: Stonehenge. 55 vor Christus landeten die Römer unter Cäsar in England, kamen jedoch erst 100 Jahre später unter Führung von Kaiser Claudius als Eroberer zurück. Aufstände der Kelten und Invasionen der Pikten wurden niedergeschlagen, der Hadrianwall wurde errichtet.
Im Jahr 407 verließen die letzten römischen Garnisonen Britannien, um gegen die angreifenden Germanen zu kämpfen – nun konnten die Pikten aus dem heutigen Schottland ungehindert in den Süden vordringen. Die englische Bevölkerung brauchte Hilfe – und warb angelsächsische Truppen an. Damit begann die Besiedlung des Südens und Ostens Englands durch die Angelsachsen, es kam zur Vertreibung und Spaltung der britannischen Bevölkerung, kleine konkurrierende Königreiche entstanden.
Mit der Ankunft der Angelsachsen, die ihrer eigenen Religion nachgingen, wurde auch das Christentum in die walisischen Siedlungsgebiete abgedrängt. Ab der Mitte des 2. Jahrhunderts jedoch wurden zunächst die Pikten und dann auch die Angelsachsen nach und nach missioniert.
793 n. Chr. fielen die ersten Wikinger in England ein. Nicht nur zahlreiche Raubzüge folgten, sondern auch Handel und Niederlassung. Noch heute sind viele Spuren der Wikinger in England zu finden. Erst 878 konnten die Dänen unter Alfred dem Großen zurückgedrängt und geschlagen werden – London wird das Zentrum von England, der Nationalgeist ist geboren.
Mit der Hochzeit König Aethelreds mit der normannischen Herzogstochter Emma war der Grundstein für die spätere Eroberung Englands durch die Normannen gelegt. König Aethelred war gezwungen, 1013 vor den Wikingern in die Normandie zu fliehen, sein Nachfolger wurde ein Däne – die Zeit der Personalunion Dänemark – England beginnt. In der Schlacht von Hastings fallen die Normannen endgültig in England ein, Wilhelm the Conquerer schlug die sich währende englische Bevölkerung bzw. dessen Armee. Die folgenden Jahre, bis etwa 1050 sind von Bürgerkriegen, Unruhen, Krisen, Intrigen und Chaos gezeichnet. Erst Henry II. konnte das Land unter seiner Herrschaft wieder erstarken lassen.
Die Zeit der Kreuzzüge beginnt, Richard Löwenherz verlässt England um im Dritten Kreuzzug zu kämpfen, gerät jedoch auf der Rückreise in Gefangenschaft. Als er gegen ein hohes Lösegeld wieder frei kommt und nach England zurückkehrt, sind große Teile des Landes unter Fremdherrschaft – es gelingt ihm nicht, alles zurück zu erobern.
Schließlich wurde der 100 jährige Krieg ausgelöst durch den Anspruch Henrys III. auf den französischen Thron. Der Krieg stürzte England in eine schwere finanzielle Krise, hinzu kam die Beulenpest, die ca. ein Drittel der englischen Gesamtbevölkerung hinwegraffte.
Es folgte die Zeit der Rosenkriege, in der der englische Thron von zwei verschiedenen Familien umkämpft wurde. Erst 1485 fiel durch eine Schlacht die Krone Englands an Henry Tudor beziehungsweise Henry IV.
Unter Henry VIII spalteten sich das englische Könighaus und die katholischen Kirche, es folgte eine Zeit der religiösen Unterdrückung. Unter Elisabeth I. hingegen erlebte England einen beinahe unglaublichen Aufschwung, zahlreiche Kolonien wurden gegründet. Gleichzeitig jedoch gerieten England und Spanien aneinander, was 1588 in einer missglückten Invasion des englischen Festlandes gipfelte.
Die Mitte des 17. Jahrhunderts ist die Zeit des Commonwealth in England, das Land führt Kriege gegen die Niederlande und gegen Spanien. Aufstände, ausgelöst durch die Absetzung des katholischen englischen Königs durch den protestantischen Oranier Wilhelm, hielten bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts an. 1707 wurden England und Schottland durch den Act of Union zum Königreich Großbritannien vereint.
Zwischen 1775 und 1783 herrscht der amerikanische Unabhängigkeitskrieg, der Englands Kassen zunehmend leert. Gleichzeitig kam die Industrialisierung in England in Gang. Im Act of Union von 1800 wurde Irland in das Königreich Großbritannien eingegliedert.
In den Ersten Weltkrieg steigt England beinahe einer Meinung ein. Lioyd George führte einen harten Kurs gegen das Deutsche Reich, das vollständig zerstört werden sollte. Im Zweiten Weltkrieg gehörte England zu den Alliierten und damit zur Besatzungsmacht nach 1945. |
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