|
|
Sehenswürdigkeiten Bangladesch |
|
In der Region um Sylhet sieht man vor allem große Teeplantagen. Etwa 40 km von Sylhet entfernt stehen die Ruinen der ehemaligen Königsstadt Jaintiapur.
In Mahastangarh im Norden von Bangladesch bezeugen Ruinen, dass Buddha einmal hier gewirkt haben muss. Die Reste der bis zu vier Meter dicken roten Ziegelmauern belegen, dass sich hier, in dieser heute entlegenen Gegend nahe der indischen Grenze seit dem dritten vorchristlichen Jahrhundert eine gewaltige befestigte hinduistische Tempelanlage befand. In einem Durchmesser von 8 Kilometern liegen im mauerumkränzten Halbkreis am Ufer des Flusses Karatoa teilweise ausgegrabene Reste von Wohnungen, Tempeln, Überbleibsel mehrerer Dynastien von Hindu-Königen. In dem heiligen Bezirk bauen heute Bauern auf winzigen Parzellen Reis an.
Im Nordwesten von Bangladesch in der Region Rajshahi am Ganges wurden einige archäologische Ausgrabungen begonnen. Die Stadt Bogra ist nicht interessant, eignet sich aber gut als Ausgangspunkt für Ausflüge nach Paharpur, Sherpur und weitere historische Orte. In Paharpur gibt es ein großes Buddhistenkloster aus dem 8. Jahrhundert und einen interessanten Tempel. In den Ruinen spielen junge Burschen Fußball und grasen ein paar dürre Ziegen. Sehenswert ist auch die alte Hindusiedlung Sherpur in der Nähe von Bogra.
Die im Südwesten von Bangladesch gelegene Region Khulna wird von Sümpfen und Dschungel beherrscht. Die Sundarbans wurden inzwischen zum Nationalpark erklärt und beherbergen eine üppige Pflanzenwelt. Die drei Ströme Ganges, Brahmaputra und Meghna verflechten ihre mächtigen Arme im Norden der Bucht von Bengalen zu einem gewaltigen Delta. Unter einem geschlossenen Blätterdach herrscht hier die Natur. Die Mangrovenwälder in Bangladesch sind das Reich des bengalischen Tigers, hier hat er eine seiner letzten Rückzugsgebiete in diesem dicht bevölkerten Land. Auf Sandbänken liegen Krokodile, gelegentlich tauchen Pythons auf. Im Winter werden von Khulna und Mongla aus Gruppenreisen in den Nationalpark veranstaltet. Von Dhaka aus fährt ein Schiff in die Sundarbans, allerdings kein Luxusdampfer. Inlandsflüge gibt es von Dacca nach Khulna. Ein Ausflug per Motorboot durch die Sundarbans in Bangladesh dauert den ganzen Tag und führt durch die Flussarme zu Beobachtungspunkten. Die paar Exemplare, die vom bengalischen Tiger noch übrig sind, wird man allerdings selten zu Gesicht bekommen.
Im Süden von Bangladesch liegt die Stadt Barisal an mehreren Flussläufen. In der Nähe von Barisal gibt es einen See und ein Vogelreservat. Für Touristen besonders interessant ist der Ort Kuakata an der Südspitze des Landes. Hier gibt es einen weitläufigen, unverbauten Sandstrand.
Im Südosten von Bangladesch liegt Chittagong, die zweitgrößte Stadt und umtriebige Hafenstadt. Das Landschaftsbild dominieren grüne Hügel, Kokospalmen, Moscheen und Minarette. In der Altstadt von Chittagong sind noch einige Kolonialgebäude erhalten. Etwa 6 km nordwestlich von Chittagong, außerhalb von Nasirabad, liegt das Grabmal eines Sultans mit einem großen Becken, in dem sich unzählige Schildkröten tummeln. Im äußersten Südosten von Bangladesh liegt der Urlaubsort Cox’s Bazar mit einem langen breiten Sandstrand, der noch nicht verbaut ist. Kein Wunder, man kann die meiste Zeit nicht in den Südosten des Landes reisen. |
|
|
|