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Sehenswürdigkeiten in Armenien |
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Von der geschichtsträchtigen Altstadt Eriwans ist nicht mehr viel übrig. Das heutige Stadtbild wird von den neueren, in braun-rosa Tuffstein gebauten Häusern beherrscht. Herausragende Bauwerke sind die neue Kathedrale, die Staatsoper und der Platz der Republik mit dem protzigen Regierungsgebäude. Einige mittelalterliche Bauten sind noch erhalten, darunter die Kreuzkuppelkirche aus dem 13. Jahrhundert, die Sorawar-Kirche aus dem 18. Jahrhundert und Reste der Festung Erebuni auf einem Hügel. Von Interesse ist das Historische Museum, das die Geschichte des armenischen Volkes dokumentiert. Eindrucksvoll ist die von grauem Basalt umgebene ewige Flamme zum Gedenken an die Ermordung von 1,5 Millionen Armeniern durch die Türken.
Etwa 20 km von Eriwan entfernt liegt die Ortschaft Etschmiadsin, die früher die Hauptstadt des Landes war und als religiöses Zentrum von Armenien gilt. Sehenswert ist dort die Kathedrale aus dem 4. Jahrhundert, zu deren Schätzen ein Holzstück zählt, das angeblich von der Arche Noah stammen soll. Zu den eindrucksvollsten Sehenswürdigkeiten des Landes zählt das Kloster Geghard, etwa 35 km östlich von Eriwan in einer steinigen Schlucht. In der Klosterkirche aus dem 13. Jahrhundert kann man herrliche Schnitz- und Steinmetzarbeiten bewundern. Eine der Kapellen ist direkt in die Felsen gehauen. In der Ortschaft Garni im Azat-Tal an der Straße zwischen Geghard und Eriwan steht ein heidnischer Sonnentempel aus dem 1. Jahrhundert. Er wurde durch ein Erdbeben zerstört, aber völlig restauriert. In der Nähe liegt ein römisches Badehaus mit gut erhaltenem Mosaikfußboden.
Rund 70 km nordöstlich von Eriwan liegt der Sewan-See. Mit seinen malerischen Stränden und dem klaren, ganzjährig kalten Wasser ist er ein ideales Wander- und Erholungsgebiet. Die Ortschaft Sewan am Nordufer soll zu einem touristischen Reiseziel entwickelt werden. Im Ort kann man ein interessantes Kloster aus dem 9. Jahrhundert besichtigen.
Nördlich von Sewan im Bergland liegt der beliebte Kurort Dilizan, der schon von den armenischen Königen im Altertum besucht wurde. Schön sind die alten Steinhäuser mit hölzernen Balkonvorbauten und die alten Holzbrücken. Hier lässt sich ein Kuraufenthalt herrlich mit Wander- und Radtouren kombinieren. In der Nähe kann man die mittelalterlichen Klöster von Agartsin, Goschawank und Jukhtakvank besichtigen. In den dichten Wäldern der Gegend stößt man hin und wieder auf einen kleinen, glasklaren See. Besichtigungen können hier wunderbar mit Picknick und Wandertouren verbunden werden.
Von der Hauptstadt Eriwan an den Ufern des Razdan sieht man an klaren Tagen den schneebedeckten Berg Ararat jenseits der Grenze in der Türkei. Obwohl der Berg Ararat 1915 an die Türkei fiel, wird er von den Armeniern als Wahrzeichen ihres Landes verehrt. In einem Tagesausflug kann man von Eriwan aus das von Weinbergen und Obstplantagen durchzogene Ararat-Tal besuchen. Auf dem Weg lohnt sich ein Besuch der Karawanserei Selim aus dem 14. Jahrhundert und ein Abstecher zu den Klöstern Khor Virab und Norovank. Im Ort Areni kann man die guten Weine kosten. Ein anderer schöner Tagesausflug führt zum Fuß des über 4.000 m hohen Aragaz, wo man die Festung Amberd besichtigen kann. |
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